Donnerstag, 14. Juli 2016

Mamajuana, Kokosöl und Coco Loco - Essen in der Dominikanischen Republik mit einem kleinen Stopp in Köln

Man hat uns gewarnt: "In diesem Land schwitzt man nur einmal!". Wir hatten super Wetter und eine schöne Zeit in der Karibik. Ich habe wirklich in keinem Urlaub zuvor so tolles blaues Wasser gesehen.


Geflogen sind wir ab Köln-Bonn und wer bereits wie wir einen Flug verpasst hat kann sicher nachvollziehen, dass wir bereits eine Nacht zuvor in Köln übernachtet haben. Sicher ist sicher und Glück war es auch, denn so habe ich das Mongo´s entdeckt. Man kann dort super lecker frisch und ausgefallen asiatisch essen. Vor jedem Gang sucht man sich eine der exotischen Marinaden aus -alle glutenfrei, vegan, ohne Zusatzstoffe- und kann sich dann ganz individuell seine Gerichte zusammenstellen, welche nach kurzer Zeit auf dem Grill schon am Tisch serviert werden. Für Allergiker gibt es sogar eine extra Fläche auf dem Grill. Das Mongo´s Restaurant gibt es auch noch in anderen Städten in Deutschland, ein Besuch lohnt sich definitiv.



Die Ankunft in Punta  Cana und die Begrüßung im Hotel war sehr herzlich. Karibischer Flair ist schon einmalig. Alle Leute sind gut gelaunt, singen und strahlen den ganzen Tag. Das Essen im Hotel war leider nur so lala. Das Now Larimar Hotel hat zwar perfekt auf meine Unverträglichkeit reagiert und das Essen ohne Gluten war kein Problem, aber "All inklusive" in einer Hotelanlage ist einfach nicht das Wahre für mich. Man bekommt kaum etwas von Land und Leuten mit. Umso besser hat mir der Tag mit "Waldi" dem Jungle-Rally-Fahrer gefallen.


Er zeigte uns das Landesinnere, vom Metzger zu einer Kakao- und Kaffeeplantage einer einheimischen Familie, bereitete uns frischen Coco Loco zu und erzählte vom Nationalgetränk, welches alle Wunden heilen soll. Mamajuana wird von den Einheimischen als Medizin gesehen. Bei ihnen heilt es Kopfschmerzen, Übelkeit, Gelenkschmerzen, macht unfruchtbare Frauen fruchtbar und und und...Waldi schenkte uns ein Schnapsglas ein und erhob sein Glas mit dem typischen Satz "Mamajuana heilt, was immer dich quält!" PROST!

Mamajuana
Das lila Innenleben einer Kakaobohne
Kokosmilch
Kakaobohnen
Der Metzger (das Fleisch wird wirklich ungekühlt bei 30 Grad Außentemperatur verkauft)


Kokosöl wird auch mittlerweile bei uns breit vermarktet. Anfangs war ich begeistert und vor meinem Studium hätte ich auch ohne nachzudenken nachgeeifert und es wie die Medien hochgelobt. Aber aus was besteht Kokosöl? Überwiegend aus gesättigten Fettsäuren, welche nachweislich nicht förderlich für unsere Gesundheit sind. Zum Braten hat es wiederum Vorteile. Gesättigte Fettsäuren lassen sich viel stärker erhitzen als Ungesättigte. So war ich in letzter Zeit eher vorsichtig mit der Verwendung und wieder etwas skeptischer. Die Dominikaner haben mich aber nochmal zu einer Recherche motiviert. Ich suche immer erst bei Google Books, in meinen wissenschaftlichen Büchern, frage Studienkollegen oder Diätassistenten und hinterfrage dennoch so Einiges. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nur noch einmal jedem der sich für das Thema Ernährung interessiert ans Herz legen nicht allen Seiten zu vertrauen die etwas über Ernährung schreiben. Seiten mit viele Werbebannern an den Seiten oder wenn bereits im Text zu viele Versprechungen gemacht werden sind mit Vorsicht zu genießen.
Zum Thema Kokosöl würde ich zusammenfassend sagen, dass zwar mittlerweile gesättigte Fettsäuren auch von den Fachgesellschaften rehabilitiert werden, aber ein Lebensmittel alleine wird niemals Wunder bewirken und deshalb würde ich es wie alles in Maßen verwenden. Auch "Waldi" hat uns im Urlaub vor übermäßigem Verzehr gewarnt, denn dieser macht Durchfall und daran wäre bei Coco Loco nicht nur der Rum schuld.

In jedem Urlaub liebe ich es auch einen Supermarkt zu besuchen. Die Angebote und das Einkaufsverhalten der Einheimischen finde ich immer ganz interessant und meist findet man ja auch was leckeres Neues für sich selbst.


Der Geschmack der Ananas war einfach unschlagbar. Logischerweise waren alle Südfrüchte 1000x leckerer, reif geerntet und ohne langen Transportweg nach Deutschland. Gebackene Kochbananen sind ein typisches Frühstück in der "DomRep" und die Kokos-Produkte dürfen natürlich im Regal auch nicht fehlen.



Alles was ich mitbekommen habe bezüglich Ernährungsverhalten der Einheimischen war nicht viel gesünder oder ausgewogener als bei ernährungsbewussten Deutschen und dennoch hatte ich den Eindruck, dass die Leute gesünder leben und viel zufriedener sind. 
Also: Besser weniger auf unseriösen Internetseiten nach Ernährungstipps suchen und dem Körper unnötigen Stress zumuten, sondern mehr singen und tanzen wie die Leute in der Karibik! ...auch wenn die Sonne bei uns nicht so oft scheint ;)









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