Sonntag, 2. April 2017

Kobkun ká & sama sama: Essen in Thailand und Bali

Es ist schon fast einen Monat her als wir am Flughafen in Denpasar schweren Herzens unsere Koffer aufgaben und es für uns zurück ins kalte Deutschland ging. Wir hatten tolle Wochen in Thailand und Bali und ich bin ganz dankbar für die ganzen Eindrücke und Erfahrungen, die ich sammeln konnte.



Vor der Reise habe ich den Satz "Was willst du denn mit deinem Bauch dort essen?" nicht nur einmal gehört. Klar ist es mit einer Unverträglichkeit immer schwierig was Passendes zu finden und außerhalb essen ist oft auch mit Bauchweh verbunden, aber wo auf der Welt ich Bauchweh habe hindert mich nicht am Reisen und am Probieren neuer Dinge. Im Gegenteil...Ich bin immer ganz euphorisch einheimisches Essen zu kosten und Land&Leute kennenzulernen. Da ich keine diagnostizierte Zöliakie habe, sondern nur Symptome davon kann ich es aber auch so locker sehen. Ein richtiger Zöli muss da schon vorsichtiger sein. Tatsächlich hatte ich ganze 4 Wochen kein einziges Mal Bauchschmerzen und es ging erst wieder los, als ich beim Rückflug nach Deutschland das "E-Nummern-Essen" gegessen habe.

In Bangkok angekommen habe ich gleich mal erlebt was "medium spicy" heißt = immer noch zu scharf für mich :)
Das Gericht in der kleinen Seitenstraße in Chinatown hat mich echt ins Schwitzen gebracht und bis heute weiß ich nicht so genau was es war. Lecker geschmeckt hat es dennoch. Papaya Salat, gebratener Reis mit Gemüse, grünes Curry und Mango mit Sticky Reis haben wir am häufigsten bestellt. Zuvor noch nie gegessen habe ich Lotus, Tempeh und Taro. Zuerst als Chips und dann als Dessert in Kokosmilch wurde ich etwas süchtig nach der mir unbekannten Pflanze. Schön sahen die Taro-Gerichte nicht aus, aber sie waren so unglaublich lecker!


Auf Koh Chang haben wir es uns weiter gut gehen lassen und die Sonne, das gute Essen und die Freundlichkeit der Asiaten genossen. Vegetarisch essen war die ganze Reise über absolut machbar und wir waren immer gut versorgt mit frischem Obst und Gemüse. Mir fällt es schwer alles in Worte zu fassen und ich lasse einfach noch ein paar Bilder sprechen.


Leider habe ich in Thailand keinen Kochkurs gemacht und ärgere mich ein wenig deswegen, aber das heißt ich muss einfach nochmal hin und es nachholen. Auf Bali hat mir nämlich genau dieser mega viel Spass gemacht.


Der Koch hat uns direkt an den Reisfeldern begrüßt und nach einer kleinen Wanderung und Erklärung des Anbaus ging es zur Kochschule. Reis steht 3x täglich auf dem Tisch bei den Thailändern und Balinesen. Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt welche Auswirkungen dies auf die Gesundheit haben muss, denn aktuell ist die Empfehlung Reis wegen der hohen Arsen-Belastung nicht so häufig zu verzehren. Einen interessanten Artikel für alle die sich für das Thema interessieren findet ihr hier. In fast jedem Urlaub komme ich dann für mich zum Entschluss, dass es viel am Lebensstil liegen muss. Stress ist meistens ein Fremdwort und obwohl es so viel Armut gibt in diesen Ländern, herrscht so viel Leichtigkeit und Lebensfreude überall.


Die Basis aller Gerichte war eine balinesische Sauce aus Chili, Knoblauch, Lemongras, Ingwer, Kurkuma und Palmzucker, welcher leider viel zu viel eingesetzt wird. Hier sollte man einfach vorsichtig sein. Wir haben bei jeder Bestellung "ohne Zucker" dazugesagt, denn dann kann man hoffen das einfach weniger verwendet wird und man auch ungesüßten Tee bekommt. Es wird auch viel Kokosfett benutzt und die Erdnuss spielt bei den meisten Gerichten eine große Rolle. Ohne den Kochkurs hätte ich die typisch balinesische Küche kaum kennengelernt, denn gerade im Landesinneren in Ubud hat sich alles um Yoga und Superfood gedreht. Ich war sozusagen im "Healthy Food"-Himmel und wir sind regelmäßig durch die Bioläden auf Wolke 7 geschwebt. Glutenfrei war kein Problem mehr und wer Vegetarier oder Veganer ist kommt auf Bali sehr auf seine Kosten. Getränke aus frischen Kräutern, Pfannkuchen aus der Maniokwurzel, Kokosnusseis, rohe Schokolade, Quinoabuger... ohne die vielen Yogastunden wären wir eventuell heimgerollt. Der gesunde Lebensstil entsprach aber natürlich genau meinem Ding und ich habe mich pudelwohl gefühlt.



Das Probieren neuer Früchte ist bei der Mangosteen etwas fehlgeschlagen. Roh war diese ungenießbar und ich konnte auch nicht herausfinden wie sie zubereitet wird. Die Drachenfrucht wird viel angeboten, schmeckt jedoch leider auch nicht aromatischer wie hier bei uns. Die kleinen Bananen sind geschmacklich super süß und kein Vergleich zu unseren hier in Deutschland.


Der Kaffee wird als Pulver serviert und einfach mit heißem Wasser überbrüht. Geschmacklich war dieser lecker und beim Besuch auf der Kaffeeplantage durfte ich sogar den teuersten Kaffee der Welt "Kopi Luwak" testen, welcher aus Tierkot hergestellt wird.


Es gäbe noch viel mehr zu schreiben und ich wünschte ich hätte die Tage irgendwo festhalten können, wenigstens ist es hier auf dem Blog in kulinarischer Hinsicht passiert.
Lasst es euch gut gehen und genießt die Frühlingstage☀️

Eure Lena 💚











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